Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz und die seit 21. Juli 2026 angepassten Förderbedingungen verändern den Rahmen für Heizungsmodernisierungen in Deutschland. EPEU Next Level Europa AG verfolgt die Entwicklung aufmerksam und setzt auf integrierte, technologieoffene Lösungen für mehr Energieeffizienz im Gebäude.
Zürich, 22. Juli 2026 – Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz und den angepassten Förderbedingungen für den Heizungstausch hat sich der regulatorische Rahmen für Eigentümerinnen und Eigentümer, Fachbetriebe sowie Anbieter von Energietechnologien in Deutschland weiterentwickelt. Für Modernisierungsentscheidungen gewinnen damit individuelle Gebäudesituation, langfristige Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und die Kombination geeigneter Technologien weiter an Bedeutung. Die Bundesregierung beschreibt die Neuregelung als technologieoffeneren und flexibleren Rahmen für die Wärmeversorgung im Gebäudesektor.
Mehr Wahlfreiheit bei der Heizungsmodernisierung
Wärmepumpen, wasserstofffähige Heizungen und weitere innovative Technologien bleiben für die Wärmeversorgung relevant. Gleichzeitig können auch moderne Gas- und Ölheizungen weiterhin eingebaut werden, für fossile Energieträger sind ab 2028 beziehungsweise 2029 ergänzende Vorgaben zu klimafreundlichen Anteilen vorgesehen. Für eine tragfähige Entscheidung genügt jedoch nicht allein der Blick auf den Wärmeerzeuger. Wärmebedarf, Zustand der Gebäudehülle, vorhandene Flächen, lokale Wärmeplanung, Investitionskosten, Betriebskosten und die Möglichkeiten zur Nutzung eigener erneuerbarer Energie müssen zusammen betrachtet werden.
Angepasste Förderung seit 21. Juli 2026
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude wird fortgeführt, die KfW hat die Förderbedingungen für Heizungsförderung und systemische energetische Sanierungen zum 21. Juli 2026 angepasst. Bereits zugesagte Förderanträge bleiben von diesen Änderungen unberührt. Weiterhin förderfähig sind bei Erfüllung der jeweils geltenden technischen und förderrechtlichen Voraussetzungen, unter anderem elektrische Wärmepumpen, wasserstofffähige Heizungen und andere innovative Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien sowie der Anschluss an Gebäude- oder Wärmenetze.
Die Förderung richtet sich an unterschiedliche Antragstellergruppen und bleibt an konkrete technische Anforderungen, Antragsprozesse sowie Nachweise gebunden. Die KfW weist ausdrücklich darauf hin, dass Prototypen und Anlagen, die in weniger als vier Exemplaren betrieben wurden, nicht förderfähig sind. Für Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet dies: Eine frühe technische Abklärung, eine qualifizierte Planung und die Prüfung der im Einzelfall geltenden Fördervoraussetzungen sind entscheidend.
Integrierte Energieeffizienz statt isolierter Einzelmassnahmen
EPEU Next Level Europa AG verfolgt einen Systemansatz für die Modernisierung von Gebäuden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus effizienter Wärmeversorgung, Solarstrom, Gebäudedämmung, Energiespeicherung und intelligenter Steuerung.
Eine energetisch wirksame Modernisierung sollte verschiedene Komponenten verbinden:
- Effiziente und an den Gebäudebedarf angepasste Heiztechnik
- Nutzung von Solarstrom und erneuerbaren Energieträgern
- Verbesserung der Gebäudehülle durch geeignete Dämmmassnahmen
- Energiespeicherung und intelligente Laststeuerung
- Digitale Haus- und Heim-Energiemanagementsysteme
Dieser Ansatz unterstützt die transparente Beurteilung von Energiebedarf, Betrieb und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.
Weiterentwicklung des EPEU-Wasserstoff-Heizsystems
Parallel zur Entwicklung integrierter Energieeffizienzlösungen arbeitet EPEU Deutschland an der Vorbereitung des Marktzugangs für ein weiterentwickeltes EPEU-Wasserstoff-Heizsystem. Das System soll neue Funktionen, eine vereinfachte Anwendung und eine effizientere Betriebsweise verbinden. Der vorgesehene Marktzugang wird entlang der erforderlichen technischen, qualitätsbezogenen sowie schutz- und nachweisrelevanten Schritte vorbereitet. Vorbehaltlich des erfolgreichen Abschlusses dieser Prozesse strebt EPEU Next Level einen Marktzugang Ende 2026 an.
Zusammenarbeit und Umsetzung in der Praxis
EPEU Next Level baut Kooperationen mit Fachpartnern aus. Ziel ist es, technologische Lösungen effizient in konkrete Anwendungen zu überführen – zunächst auf deutscher und Schweizer Ebene, anschliessend auf europäischer Ebene. Neben der Heiztechnik werden Lösungen für Gebäudedämmung sowie Haus- und Heim-Energiemanagementsysteme mit KI-unterstütztem Energieassistenten weiterentwickelt. Der Fokus liegt auf der Verbindung technischer Qualität, nachvollziehbarer Dokumentation und einer praxistauglichen Umsetzung.
Förderung und energetische Sanierung in der Schweiz
Auch in der Schweiz bestehen Förderinstrumente für Energieeffizienz und erneuerbare Wärme. Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen unterstützt unter anderem Massnahmen an der Gebäudehülle sowie den Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Systeme mit erneuerbaren Energien. Die konkreten Förderbeiträge und Bedingungen unterscheiden sich je nach Kanton. Für grössere Wärmeerzeugungsanlagen und zusätzliche Effizienzmassnahmen besteht seit 2025 zudem ein Impulsprogramm im Rahmen des Klima- und Innovationsgesetzes. Die jüngsten Entwicklungen in Deutschland und der Schweiz zeigen, die Wahl der geeigneten Heiztechnik bleibt eine individuelle Entscheidung, die technische, wirtschaftliche und regulatorische Faktoren verbinden muss. Energieeffizienz, erneuerbare Energien, eine leistungsfähige Gebäudehülle und intelligente Steuerung bilden dabei die Grundlage für langfristig tragfähige Lösungen.
Quellen:
- Bundesregierung: Gebäudemodernisierungsgesetz – technologieoffener und flexibler heizen
- Bundesrat: Grünes Licht für das Gebäudemodernisierungsgesetz
- KfW: Anpassungen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude ab 21. Juli 2026
- KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude, Programm 458
- KfW: Heizungsförderung für Unternehmen – Nichtwohngebäude, Programm 522
- DER SPIEGEL: Wärmepumpen – was die neue Förderung noch bringt
- Das Gebäudeprogramm Schweiz: Förderung für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
- Energiefranken: Förderprogramme für Gebäude in der Schweiz
Herzliche Grüsse
Ihr EPEU Next Level Team
Kontakt
EPEU Next Level Europa AG
www.epeunextlevel.ch





